GELESEN: T.C Boyle – Ein Freund der Erde

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Ein Freund der Erde _ TC Boyle_quadratischRückblick mit Ausblick in der Gegenwart

„The earth died screaming
While I lay dreaming“

Tom Waits
>The Earth Died Screaming<

Wenn dich ein Buch findet

Als Kay Niebank vor zwei oder drei Jahren in einem öffentlichen Bücherschrank in Bremen den Roman Ein Freund der Erde entdeckte, war sein erster Gedanke glücklicherweise „Den nehme ich mal für Linda mit.“ und so fand die Taschenbuchausgabe mit ihren leicht vergilbten Seiten und dem speckigen Einband ihren Weg zu mir nach Butjadingen, wo die Welt scheinbar noch in Ordnung ist.
Ich hatte bereits einige Bücher des Bestsellerautors T. Coraghessan Boyle gelesen und fand sie alle gut. Daher freute es mich umso mehr, nun diesen vielversprechenden Titel in den Händen zu halten. Weiterlesen

Strandentdeckungen

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meerMoin!

Man sollte viel mehr am Meer sein“, singt Binegra.
Wo sie Recht hat…, dachte ich, packte Schreibzeug und seefeste Lektüre in meinen Rucksack, nahm die Bahn nach Dagebül, bestieg die Fähre nach Amrum, wartete in Regen und Gegenwind auf den Bus nach Nebel und sagte mir: „So! Da bist du nun.“
Doch weil selbst am Meer zu sein ohne Bücher nur der halbe Spaß ist, musste Lesefutter mit, das zum Reiseziel passte. Welche Bücher das waren? Seht selbst. Es ging auf jeden Fall um Muschel, Inseln, Meer, Kiesel und Essen.

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Worum ging‘s nochmal? – Klima für alle

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Die Welt hat an der berühmtesten bezopften Schwedin seit Pippi Langstrumpf in den vergangenen Wochen so lebhaft Anteil genommen, dass weniger wichtige Ereignisse – wie etwa der Klimawandel – ein bisschen aus der öffentlichen Diskussion verschwunden sind. Grund genug, nochmal an den morgigen Klimastreik und an einige Randereignisse zu erinnern, die in den Medien wenig Beachtung fanden. Weiterlesen

Von Schlachthof-Recherchen und Romanen – Schreibprozess mit blutigen Tatsachen

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Die Entstehung von „Krötenregen“

Wenn man micanzeigenh fragt, wie ich auf die Idee zu „Krötenregen“ gekommen bin, muss ich immer schmunzeln. Es war eigentlich nur ein feuchtfröhlicher Abend bei mir zu Hause, zwei Gäste. Und einer von beiden hatte gerade bei einer Online-Partnervermittlung eine Kontaktanzeige aufgegeben – so fing es an. Weiterlesen

Vom Recht, ein Arsch zu sein

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Zensur

Stellen wir uns kurz vor, farbenblind zu sein. Schwarz, weiß und eine unendliche Fülle von Grauschattierungen dazwischen mit hauchfeinen Abstufungen machen unserer visuelle Welt aus. Aber ob das zartgraue Hemd nun himmelblau, lavendel, pantherpink oder mauve ist und zur dunkelgrauen Jeans passt …? Um das zu klären und peinlich-gepeinigte Blicke zu vermeiden, braucht es den Rat vertrauenswürdiger Farbseher. Außer natürlich, man hält polychromatisches Sehen für ein subjektives Konzept, die Rücksicht auf Sehgewohnheiten Anderer für den Untergang der abendländischen Kultur und freundliche Empfehlungen für Zensur. Weiterlesen

Spatzenschwarm: ORTSTERMIN – Ultima Thule

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IMG_3430Der Geschichte auf der Spur

Rifstangi – Landsend, Finistère auf Isländisch. Ein Ort, wo das Land zu Ende ist. Hierher hat es Kay Niebank, den Gründer unseres Verlags, vor wenigen Tagen verschlagen. Zu Fuß unterwegs. Zelt und Verpflegung im Gepäck. So wanderte er durch isländische Weiten, um sich den Ort aufzusuchen, an dem einst einer unserer Autoren lebte und den Roman Skaftafeuer schrieb. Weiterlesen

Licht am Ende des Krötentunnels

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Kröteunten

Es gibt etwas zu erzählen! – Aber ich sag‘s nicht. Soviel habe ich inzwischen auch gelernt, dass es zu den perfideren Tricks der Social-Media-Welt gehört, Andeutungen zu machen, Neugier zu wecken, künstlich einen Spannungsbogen aufzubauen… und dann nochmal schnell weg zu müssen, zum Schweigen verurteilt zu sein, eine Geheimhaltungsklausel mit seinem düsteren Alter Ego, der dunklen Seite der Macht, unterzeichnet zu haben. Das ist nicht böser Wille, das ist… naja, eigentlich schon. Oder, wie es Julia Engelmann vielleicht formulieren würde: Böser Wille ist ein Anagramm von Marketing. (Was natürlich Quatsch ist. Das Anagramm von Böser Wille ist Berwöselli) Weiterlesen

Krokodilchen zählen

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Katherine Pancol: Die gelben Augen der Krokodile

gelbauge

Wie vermutlich die meisten Menschen, lese ich lieber gute Bücher. Aber wenn’s an Rezensieren geht, sind mir die anderen lieber. Macht einfach mehr Spaß. Ausgleichende Gerechtigkeit? Vielleicht hockt in der hintersten Kammer meines Herzens, dort, wo es am schwärzesten ist, auch nur ein alter, böser Mann. Oder es bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: Nichts ist so schlecht, dass sich nicht auch etwas Gutes darin findet.

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Peters peinliches Pamphlet

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Laurence J. Peter & Raymond Hull: Das Peter-Prinzip

Lindakarte001Eigentlich ist dieses Werk entschieden eines für die große Kiste mit Büchern, die die Welt nicht braucht. Aber angesichts des bravourösen Scheiterns der CDU im entspannten Umgang mit dem Rezo-Video vor der Wahl und der nicht minder gelungenen Entgleisung von AKK danach, fühlte ich mich doch sehr an die darin enthaltenen Ausführungen zu Hierarchie und Inkompetenz erinnert und habe eine frühere Rezension dazu nochmal abgestaubt. Weiterlesen

Wohlwollende Ignoranz

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Wenn man 2019 am Wochenende bei einer x-beliebigen Demo mitläuft, und jemand grölt vom Straßenrand: „Geht doch zur Schule!“, macht dieser Kommentar Dreierlei deutlich:

  • Der Rufer hat nicht realisiert, dass Samstag ist.
  • „Fridays for Future“ ist inzwischen offenbar zur bekanntesten Demo geworden (zumindest wenn die Mehrheit der Teilnehmer Haare auf dem Kopf hat), quasi zur Standarddemo.
  • Der eigentliche Grund des Streiks wird als Diskussionsthema immer mehr in den Hintergrund gedrängt.

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